Zinalrothorn – 4221 m

Zinalrothorn

Zinalrothorn

Nachdem wir am Finsteraarhorn gescheitert waren, weil wir uns beim Aufstieg über den Fieschergletscher total verzettelt hatten, sollte das Zinalrothorn unser erster 4000er werden. Bei schönstem Wetter stiegen wir den langen Weg zur Rothornhütte auf und hatten dort zunächst etwas Mühe, einen geeigneten Biwakplatz zu finden. Schließlich hatten wir doch noch was mit schöner Matterhornaussicht gefunden und waren schon ganz schön angespannt vor dem kommenden Tag. Nachts gings dann erst mal über Gletscher durchs “Wasserloch” und IIer Gelände bis zum eigentlichen Gipfelaufschwung. Die Route war im Dunkeln gar nicht so leicht zu finden. In der Rinne, die zum Gipfelgrat zog, waren zum Glück nicht so viele über uns, wegen des Steinschlags.

Blick zum Matterhorn

Blick zum Matterhorn

Am Grat selber dann ziemliches Gedränge mit einem unhöflichen Franzosen “C’est la montagne”. Der Gipfelaufbau selber ist spektakulär, als hätte ein großes Kind mit Bauklötzen gespielt und diese schwindelerregend auf den ohnehin schon messerscharfen Grat gestapelt. Auf jeden Fall ein würdiges 4000er Debüt. Auf dem Rückweg konnten wir uns streckenweise abseilen, was zwar lustig, bei dem ganzen Gedränge an der Binerplatte aber auch nicht viel schneller war. Zurück bei der Hütte waren wir in absoluter Hochstimmung, die sich bis ins Tal noch verstärkte, so dass wir die reinste Freude daran hatten, wie die ganzen japanischen Touristen in Zermatt uns zwei verdreckte Bergsteiger anstarrten und als Teil ihrer Urlaubskulisse fleissig knipsten.

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Kurze Tourenbeschreibung:

Von Zermatt gehts schweißtreibend zur Rothornhütte. Von dort in der Nacht über den Gletscher bis zum Wasserloch. Ab hier kann die Wegfindung im Dunkeln etwas schwierig sein. Über einen breiten Firnrücken kommt man durch ein steiles Coulouir zum eigentlichen Grat. Dort kommt gleich die Schlüsselstelle, die sog. Binerplatte (III). Von dort gehts luftig über den Grat bis zum Gipfel.Fotos vom Zinalrothorn

Weitere Bilder bei www.4000er.de