Mont Dolent – 3823 m
Aus der Kategorie Bergsteigen vom 28.05.2006
Ende Mai 2006 unternahmen Achim und ich eine Frühsommer-Tourenwoche im Wallis. Wir quartierten uns komfortabel im Chalet seiner Tante ein. Achim, der schon seit vielen Jahren nach La Fouly zum Skifahren kommt, träumte lange schon von einer Besteigung der Mont Dolent, Hausberg von La Fouly und Grenze zu Italien und Frankreich.
Zunächst führte uns unser Aufstieg über die Combe bis zur Biwakschachtel. Dies gelang in schönem Sulz Kurzski problemlos. Für meine Tourenski hatte ich noch nicht die richtigen Schuhe. Am nächsten Morgen war der Firn so hart, das ein Aufsteigen mit den Kurzski nicht mehr möglich war, ich hatte dafür keine Harscheisen., echt blöd. Es zeigte sich mal wieder, das auch bei der Ausrüstung keine Kompromisse zu machen sind. Mit den Steigeisen brach ich ständig durch den Firndeckel und hatte meine liebe Mühe, Achim bis zum Skidepot unterhalb des letzten steilen Firnfeldes zu folgen. Von da aus ging es durch eine steile Flanke bis zum Grat und der Madonna vom Mont Dolent. Tolle Aussicht bei windigem Wetter auf alle viele Traumgipfel: Mont Blanc, Grand Jorasses, Aiguille Argentiere, Mont Velont, Grand Combin und viele mehr.
Die Abfahrt mit den Kurzski war eine reine Plage. Es firnte oben einfach nicht genug auf und es war sehr schwer, im harten Schnee das Gleichgewicht zu halten. Dementsprechend genervt war ich und froh über jeden Flecken Sulzschnee. Ich kam mir vor wie der erste Mensch auf Skiern. Ab der Combe machte dank des sulzigen Schnees die Abfahrt dann doch noch Spaß. Im Tal angekommen hab ich mir dann erst mal beim KanadierTourenskischuhe gekauft.
Insgesamt war es ein toller Berg, von La Fouly macht er echt was her, steile, abweisender Flanken mit Hängegletschern. Von Süden her präsentiert er sich als eher zahmer Skiberg.




